1988 sah die Welt noch anders aus: Gorbatschow und Reagan trafen sich in Moskau und New York zu Abrüstungsgesprächen. Céline Dion gewann den ESC für die Schweiz mit «Ne partez pas sans moi». Zur selben Zeit fand die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlerin Helga Christina Stalder den Weg in unseren Vorstand.
Networking auf allen Ebenen
1994 wurde sie zur Präsidentin gewählt. Helga Christina Stalder war die erste Frau in diesem Amt. Was machte sie anders als ihre Vorgänger? «Ich habe die ganze Organisation damals als eher zurückhaltend empfunden, wenn es darum ging, das SRK und seine Dienstleistungen zu den Menschen zu bringen, die sie brauchten», erzählte sie bei einem Anlass. Als Präsidentin hat sie das SRK bei jeder sich bietenden Gelegenheit in der Öffentlichkeit präsentiert und dazu beigetragen, dass wir heute bekannt und breit aufgestellt sind.
Menschen zusammenbringen
Ein positiver Effekt, den das Amt als Präsidentin mit sich brachte, war die Teilnahme an Veranstaltungen wie der nationalen Rotkreuzversammlung, an gesamtschweizerischen Präsidiums- und Geschäftsleitungssitzungen, an Zentralschweizer Treffen sowie der Austausch in weiteren Gremien der Gesamtorganisation. So sah die scheidende Präsidentin im Laufe der Jahre regelmässig bekannte Gesichter in neuen Positionen. Gemeinsames Engagement und auch der Einbezug der Jugend waren ihr stets wichtig. So setzte sie sich im Jahr 2020 aktiv dafür ein, eine erste Jugendvertreterin in den Vorstand zu berufen.
Für alle und bezahlbar
Während ihrer langjährigen Präsidentschaft entwickelte sich der Kantonalverband Luzern zu einer breit aufgestellten Organisation, die Menschen in jeder Lebenslage mit vielfältigen Dienstleistungen unterstützt. Immer wieder ermöglichten die Flexibilität und Weitsicht des jeweiligen Vorstands und der Geschäftsführung Neuerungen. Bei all den vielfältigen Aktivitäten ging es der Präsidentin stets auch darum, dass die Angebote allen Menschen im Kanton Luzern offenstehen und bezahlbar sind.
Eine Lanze für die Freiwilligkeit
«Das SRK soll nah bei den Menschen sein», betonte Helga Christina Stalder immer wieder. Mit dieser Überzeugung trug sie massgeblich dazu bei, dass die Freiwilligenarbeit im Kanton Luzern einen hohen Stellenwert geniesst. Die Begegnungen mit engagierten Freiwilligen waren für sie Motivation und Antrieb zugleich. Ein Höhepunkt im Jahr war jeweils die persönliche Übergabe der Henry-Dunant-Medaille an Freiwillige für ihr zehnjähriges Engagement.
Spuren, die bleiben
Mit ihrem unermüdlichen Einsatz, ihren Ideen und ihrer Überzeugungskraft hat Helga Christina Stalder markante Spuren hinterlassen. Ihr Name ist untrennbar mit der positiven Entwicklung des SRK Kanton Luzern verbunden. Das SRK dankt ihr von ganzem Herzen für 38 Jahre leidenschaftliche Führung – für Kraft, Beharrlichkeit und Menschlichkeit.